Während im Alpenraum zu viel Regen Überschwemmungen, Schlammlawinen und Hangrutschungen hervorruft, fehlt dieser Regen in Russland an allen Ecken und Enden. Die russische Hauptstadt Moskau steht mit dem Rücken zur (Feuer-)Wand.
Im österreichischen Vorarlberg fiel in den letzten Tagen stellenweise das Doppelte oder mehr an Regen als sonst. So summieren sich die Regenmengen für Bregenz auf rund 300 Liter auf.
Am Mittwoch stand die Zukunft des österreichischen Örtchens Lochau auf des Messers Schneide. Ein Hang zwischen Lindau und Bregenz war ins Rutschen geraten, die dortige Hangsiedlung musste Medienangaben zufolge evakuiert werden. Muren blockierten beispielsweise die Straße hinauf zum Pfänder, dem Berg vor den Toren von Bregenz. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Nach vorübergehender Besserung am Donnerstag führten neue Regenfälle im Alpenraum in der Nacht auf Freitag wieder zur Verschärfung der Lage. In Kärnten und in der Steiermark gab es Überschwemmungen.
Am Wochenende entspannt sich die Situation erst einmal, aber schon am Montagabend steht den Bewohnern der Region womöglich eine neue Nagelprobe ins Haus. Wiederum drohen weit geöffnete Himmelsschleusen. Wir können also nur hoffen, dass die mittlerweile durchweichten Hänge nicht nachgeben.
Unterdessen geraten die Wald- und Moorschwelbrände rund um Moskau außer Kontrolle. Die Sicht ist in Teilen der Stadt auf 300 Meter geschrumpft, die Schadstoffe in der Luft haben sich um das Achtfache erhöht. Mehr als 200 Tote wurden mittlerweile gezählt, über 60 Brandherde registriert. Und die Hitzewelle nimmt ungekannte Ausmaße an.
Auf Entspannung warten wir vergeblich. Für die kommende Woche sind weder Abkühlung noch Regen in Sicht, die Lage dürfte sich damit eher weiter zuspitzen. Internationale Hilfe wird demnach nötig sein, um das Schlimmste zu verhindern.